Igel schützen: Mähroboter nachts nicht in Betrieb nehmen!
Immer mehr Gartenbesitzer nutzen für die heimische Rasenpflege inzwischen einen Mähroboter. Die Geräte mähen autonom und in regelmäßigen eine vorgegebene Rasenfläche. Doch für viele Kleintiere können Mähroboter zu einer tödlichen Gefahr werden - vor allem für Igel und andere Kleinlebewesen wie Insekten und Amphibien.
Der Bestand des Europäischen Igels ist seit den letzten Jahrzehnten rückläufig. Ursachen dafür sind fehlende Insekten, Pestizideinsatz, Lichtverschmutzung und der Rückgang ihres Lebensraumes. Igel finden daher Zuflucht in naturnahen und städtischen Gärten. Wenn die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere nach Nahrung suchen, besteht allerdings die Gefahr, dass sie von Mährobotern überrollt und getötet werden. Sie flüchten bei drohender Gefahr nicht, sondern rollen sich zusammen und verlassen sich auf ihre Stacheln. Untersuchungen haben ergeben, dass die wenigsten Mähroboter im Gras zusammengerollte Igel als Hindernis erkennen. Die scharfen rotierenden Klingen können bei Tieren schwere Verletzungen verursachen bzw. diese töten. Wenn sich die schwerverletzten Tiere ins Gebüsch zurückziehen sterben sie oftmals auch unter qualvollen Umständen.
Die Gemeinde Heinersreuth appeliert an die Vernunft und bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, in den Dämmerungs- und Nachtstunden auf den Einsatz von Mährobotern gänzlich zu verzichten. Stattdessen können und sollten diese Geräte so programmiert werden, dass sie nur tagsüber laufen und spätestens zum Sonnenuntergang nicht mehr aktiv sind.
Mit dieser einfachen Maßnahme kann ein wertvoller Beitrag zum Schutz der Igel geleistet und geholfen werden, die heimischen Artenvielfalt zu bewahren. Unser Rat zudem: Wenn Sie Igel und Co. etwas besonders Gutes tun wollen, dann empfiehlt es sich, Teilbereiche Ihres Gartens in seiner natürlichen Form zu belassen.

